Muzeum Izba Polska

Das Gebäude Polakkasernen

Die Polakkasernen wurden an grösseren Höfen und Gütern dazu gebaut, um die Saisonarbeiter zu beherbergen. Die Kaserne in Taagerup auf Lolland ist vom in der Nähe liegenden Gut Lungholm im Jahre 1911 gebaut, und sie ist vom bekannten dänischen Architekten namens Henrik C. Glahn projektiert, der ausserdem die Kirche Skt. Brigitte Kirke in Maribo projektiert hat.

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Die Kaserne in Taagerup war für 30 Saisonarbeiter berechnet und ist etwas weg vom Gut auf offenem Feld gebaut. Es war eine typische Plazierung für diese Art von Gebäuden – auf dieser Weise versuchte man, den Kontakt der Saisonarbeiter zur lokalen Bevölkerung zu begrenzen. In dieser Periode existierten etwa 30 Gebäude derselben Art auf Lolland. Das Gebäude in Taagerup wurde speziell für die Bedürfnisse der Saisonarbeiter entwickelt und war eine Kopie von den Gebäuden dieser Art, die in Deutschland gebaut worden waren. Die Wohngebäude für Saisonarbeiter in Süddänemark wurden „Polakkasernen“ genannt.

Das Gebäude war in drei funktionelle Teile aufgeteilt: Im Wohnraum gab es einen Speisesaal für die Mitarbeiter, die Küche und ein Lager für die Aufbewahrung von Produkten und ein Raum für den Aufsichtsführenden, das aus Büro, Zimmer und Küche bestand.

Im ersten Stock gab es einen Bewohnungsraum, in der ursprünglichen Ausformung in einer Abteilung für Frauen und einer Abteilung für Männer aufgeteilt. Auf den ursprünglichen Zeichnungen zwei Schlafzimmer und zwei getrennte Treppen, die zu diesen führen.

Im Jahre 1912 wohnten wahrscheinlich 30 Saisonarbeiter aus Polen in der Polakkaserne. Das Gebäude hat alle Normen erfüllt, die das Gesetz über Saisonarbeiter von 1908 vorgeschrieben hat. Laut Glahns Plan gab es 15 Betten im Gebäude. Diese mussten Etagenbetten sein, obwohl es mit dem Gesetz von 1908 verboten wurde, Schlafzimmer mit dieser Art von Ausstattung auszustatten. Aus diesen Gründen kann man glauben, dass nicht mehr als 20 weibliche Mitarbeiter im Gebäude gewohnt haben.

Jede Bewohnerin der Polakkaserne hat ausserdem einen Platz im Schrank für die Aufbewahrung von Lebensmitteln bekommen. Ergänzend bekamen zwei Saisonarbeiter einen Kasten, der pro Woche 24 kg Kartoffeln fassen konnte.

Hinter dem Gebäude befand sich ein kleineres Gebäude für sanitäre Bequemlichkeiten, Wäscherei und Brennstoff. Gebäude dieser Art waren in der Periode als begleitende Gebäude in dänischen Städten in den Arbeitervierteln gebaut.

AUSSTELLUNG

KONTAKT

Museum Polakkasernen

Højbygårdsvej 34, Tågerup, 4970 Rødby
telefon: 0045 25 77 92 01
mail: 

CVR 35612831

MobilPay: 25 77 92 01

Offen zu Ostern (Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag, Ostersonntag, Ostermontag), vom 1. Juli bis 31. August und in Woche 42
Täglich von 14:00 bis 16:00 Uhr ausser montags.
Kartenpreis: 50 dkr
Für Gruppen von mindestens 10 Personen können Sie das Museum zu einem anderen im voraus vereinbarten Zeitpunkt besuchen – wenden Sie sich bitte an Marek Kocuba, tel. 0045-25 77 92 01, wochentags von 18:00 bis 20:00 Uhr.

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