Muzeum Izba Polska

Sankt Birgitta Kirche in Maribo

Um den Polen Seelensorge zu geben, sandte der damalige katolische Bischoff in Dänemark im Jahre 1894 Pastor Edvard Ortved nach Maribo, und schon im Jahre 1895 entstand der Gedanke von einer Missionsstation in Maribo. Obwohl Nakskov die grösste Stadt auf den Inseln war, wählte man Maribo als ein Zentrum für eine neue Gemeinde auf Lolland-Falster, und es wurde ein Grundstück im östlichen Teil von Maribo an der jetzigen Mariagade gekauft. Pastor Ortved reiste insbesondere in den ruhigen Perioden in den Wintern nach Polen und sogar nach Russland, um Geld für den Bau einer Kirche in Maribo einzusammeln. Schon im Jahre 1897 hatte Pastor Edvard Ortved genug Geld eingesammelt, und das Bauen der Kirche begann.

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Die Kirche wurde am 15. August 1897 mit dem Namen Sct. Birgitta und Sct. Stanislaw eingeweiht. Der anerkannte Architekt Glahn aus Nykøbing F. hatte die Kirche als eine dänische Dorfkirche ausgeformt, drinnen war sie aber vom Stil aus dem südlichen Polen mit einer Decke aus Holzkassetten geprägt. Die bleiverglasten Fenster an der Rückwand des Chors zeigen den guten Hirten Jesus, und an seinen Seiten Sct. Birgitta und den polnischen Heiligen Sct. Stanislaw. Im Jahre 1900 hatte Pater Edvard Ortved mehr Geld eingesammelt, und die schöne grosse Pfarrerwohnung wurde neben der Kirche gebaut.

Im Jahre 1913 enstanden die 3 katholischen Gemeinden auf Lolland-Falster mit je ihrer Kirche. Es waren die holländischen Franziskaner Pfarrer, die die seelsorgerischen Tätigkeiten in den drei Kirchengemeinden übernahmen. Im Jahre 1914 kamen die Sct. Josef Schwester nach Maribo. Dies war der Anfang der katholischen Kirche in Maribo.

Gleichzeitig begann der 1. Weltkrieg, was bedeutete, dass die vielen polnischen Zuckerrüberarbeiter nicht nach dem Schluss der Zuckerrübenkampagne im Herbst nach Hause fahren konnten. Sie bekamen deshalb eine Aufenthaltserlaubnis in Dänemark. Während des Krieges heirateten viele der Polen untereinander, aber auch viele schwedische Arbeiter und polnische Mädchen wurden verheiratet. Auch viele junge dänische Männer verliebten sich in die polnischen Mädchen. Viele der etwa 5000 polnischen Zuckerrübenarbeiter bekamen nach dem Krieg die Erlaubnis auf Lolland-Falster zu bleiben, und sie füllten jeden Sonntag die 3 katholischen Kirchen zum Bersten.

Als Gemeindepfarrer trat J. Klessens im Jahre 1922 ein, und er lernte zusammen mit seinen Hilfspfarrern Polnisch. Sie hatten sehr viel mit den vielen Eheschliessungen und später mit den Taufen und noch später mit Vorbereitung für die erste Kommunion und Firmung zu tun. Viele der 1. Generation Polen bekamen ihre letzte Ruhestätte auf dem Friedhof am Dom in der besonderen Abteilung für die Katholiken, aber auch sehr viele von ihren Kindern liegen dort. Sie werden immer noch jedes Jahr an Alle Seelen Tag am 2. November durch die Gebete der Gemeinde an den Gräbern erinnert. J. Klessens liess im Jahre 1933 einen Versammlungssaal an der linken Seite der Kirche bauen, und er bekam den Namen Sct. Birgitta Salen mit Bühne, Küche und Toilette.

Während des 2. Weltkriegs von 1939 bis 1945 setzten die Tätigkeiten der Kirche unverändert wie der grösste Teil der dänischen Gesellschaft fort. Viele Polen hatten aber eine unsichere Periode mit schlechter Verbindung zu den Familien in Polen. Am Ende des Krieges kamen mehrere hunderttausend deutsche Flüchtlinge nach Dänemark und unter ihnen auch Polen, von denen viele von ihnen die Erlaubnis erhielten, auch auf Lolland-Falster zu bleiben.

Jetzt folgte eine Periode mit wechselnden Pfarrern, die nicht von der Franziskanerordnung mit Wilhelm Nølke an der Spitze stammten, und die älteren Gemeindemitglieder erinnern sich noch an ihn mit Freude. W. Nølke trat im Jahre 1966 zurück, das Jahr, in dem man in Maribo das 1000 Jahr für die Einführung des Christentums in Polen mit einem feierlichen Gottesdienst feierte. Obwohl der grösste Teil der Mitglieder der Gemeinde weiterhin Polen waren, gab es einige Dänen, wie unter anderem Eva und Poul Bertouch-Lehn von Lungholm Gut. In ihrem Gut wurden in der Periode 1975 bis 1985 die sogenannten Lungholm-Wettkämpfe mit Teilnahme von bis zu 500 Katholiken abgehalten. Im Jahre 1975 gaben die Schwester auf, die Sct. Birgitta Schule zu leiten, und sie wurde eine private katholische Schule.

Der polnische Pater Eugeniusz Legut wurde Gemeindepfarrer im Jahre 1980. Somit gab es wieder 3 Franziskaner-Pfarrer auf Lolland-Falster. In den 1980-igern kam eine grosse Gruppe polnischer „Solidarität“ Polen nach Dänemark, und von denen schlugen viele sich auf Lolland-Falster, insbesondere in Nykøbing, nieder.

Im Jahre 1985 wurde eine Fundamentierung von einem Teil der Kirche auf Grund von Rissen in der Sakristei und im Bogen zwischen dem Schiff und dem Chor vorgenommen, und ein nachfolgendes Malen der Kirche fand statt. Nach dem Rücktritt von E. Legut im Jahre 1992 folgte eine Periode, in der die Gemeinde sich unter der Verwaltung des Bischofsbüros mit Pater Irinæus Capellen aus Nakskov und dem jetzigen Bischof Czeslaw Kozon als Pfarrer war.

Am Freitag den 7. Mai 1993 wurde das 100-Jahr für die Ankunft der ersten polnischen Rübenmädchen bei einer Veranstaltung gefeiert, die in Nykøbing begann und in Nakskov endete. In Maribo wurde eine Messe im Freien auf dem Sportplatz hinter der Kirche mit etwa 1.000 Teilnehmern aus Polen und Dänemark abgehalten. Das 100 Jahr der Kirche wurde im August 1997 mit Manier gefeiert.

AUSSTELLUNG

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Offen zu Ostern (Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag, Ostersonntag, Ostermontag), vom 1. Juli bis 31. August und in Woche 42
Täglich von 14:00 bis 16:00 Uhr ausser montags.
Kartenpreis: 50 dkr
Für Gruppen von mindestens 10 Personen können Sie das Museum zu einem anderen im voraus vereinbarten Zeitpunkt besuchen – wenden Sie sich bitte an Marek Kocuba, tel. 0045-25 77 92 01, wochentags von 18:00 bis 20:00 Uhr.

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